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Die Coverband “Radio Attack” war Ende 2007 für 2Gigs zu Besuch im Kosovo.
Sehr erfolgreiche Gigs , die allerdings auch ihre Schattenseiten hatten , von einer Zwischenlandung über Sicherheitschecks bis zu „gefährlichen Luftballons“ !!
Messwell.DE führte diesbezüglich am 11.1.2008 ein Interview und erfuhr wie es den einzelnen Bandmitgliedern erging.
Die Coverband “Radio Attack” war Ende 2007 für 2Gigs zu Besuch im Kosovo.
Sehr erfolgreiche Gigs , die allerdings auch ihre Schattenseiten hatten , von einer Zwischenlandung über Sicherheitschecks bis zu „gefährlichen Luftballons“ !!
Messwell.DE führte diesbezüglich am 11.1.2008 ein Interview und erfuhr wie es den einzelnen Bandmitgliedern erging.
messwell.DE : Das Jahr 2007 endete für Euch mit einem Highlight. Ihr wart zu Besuch im Kosovo – wie war es denn für Euch?
Lisa (R.A.): Es war einsame Spitze, es war ein echtes Highlight für uns. In jeder Hinsicht. Wir haben die Soldaten echt zum rocken gebracht. Es war echt der Wahnsinn, wir habe unser ganz normales Programm gespielt wie hier in Deutschland. Es waren ja auch deutsche Soldaten, also habe sie auch die deutschen Texte verstanden.
messwell.de : Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit mit dem Kosovo ?
Lisa (R.A): Wir wurden entdeckt und gebucht von einem der sich dort , vor Ort und Stelle um solche Sachen wie Bands kümmert.
messwell.DE : Welche Eindrücke konntet ihr vom Kosovo und rund um das Event sammeln?
Lisa (R.A): Es war halt schon mal was Besonderes, es war für uns ein neues Land, außerdem ein Kriegsland. Wir haben auch eine Rundfahrt gemacht und haben schon so einiges gesehen. Es ist was ganz anderes als in Deutschland.
Paul (R.A): Rund um das Event war die Organisation einfach perfekt. Ich hatte mir im Vorfeld so meine Sorgen wegen der Verpflegung gemacht. Hatte vorher dort angefragt und bekam wortwörtlich die Antwort zurück „wir lesen Euch jeden Wünsch von den Lippen ab“. Und es war wirklich so wie es so in diesem Antwortschreiben stand.
Wir hatten super Betreuung vor Ort, ganz klasse. Ich hatte mal aus Spaß eigentlich gesagt „oh ein Red Bull wäre jetzt mal nicht schlecht“, weil wir waren halt auch schon über 24 Std. auf den Beinen und siehe da – zack stand eine Kiste Red Bull da. Eine Kiste , nicht nur für jeden eins , eine ganze Kiste und eine Kiste Becks ;) .
Kevin: „Ich will wieder in den Kosovo“!! Es war echt supergeil, ging mir genauso wie den Anderen auch.
messwell.DE : Wie erging es euch denn als ihr auf die Bühne seit ? Man kennt ja die Vorgeschichten vom Kosovo.
Paul (R.A.) Was richtig geil war, die Leute haben echt darauf gewartet, dass es endlich losging. Endlich mal Party, und das haben die Leute vor der Bühne uns auch spüren lassen.
Es ist für die Soldaten auch mal Highlight wenn was los ist. Also in der Hinsicht, denn raus aus dem Camp dürfen sie nicht, haben null Abwechslung. Es ist schon fast wie ein Gefängnis, wie ein Hochsicherheitstrakt. Und wir sind auf die Bühne und ab den ersten Tönen standen die Leute auf den Tischen.
Wir haben mit „Beds are Burning“ angefangen und ich hatte wie ich die Reaktionen gesehen habe echt die volle Gänsehaut bekommen. Dann bei Rammstein ist mir echt Alles aus dem Gesicht gefallen, wie man so sprichwörtlich sagt. Die Leute hatten ja ihre Waffen auf dem Rücken gehabt und sind echt voll abgegangen.
-ZWISCHENFRAGE: Also war der Gedanke im Kosovo zu sein weg?
Wir haben ja in 2 Camps gespielt der Kosovo Force, heißt es waren Deutsche, teilweise schweizer Soldaten, Soldaten aus Österreich, Schweden und eigentlich aus allen Ländern vertreten. Sicherheit wurde da echt wahnsinnig groß geschrieben, ganz klar es ist eben ein Kriegsgebiet. Unser Drummer wäre fast mal nicht durch eine Kontrolle gekommen. Da geht’s echt nur mit Sicherheitscheck an Sicherheitscheck. Den Pass brauch man für da den anderen für was ganz anderes. Es waren auch sehr viele Zivildienstleistende auch vor Ort, aber es war echt heftig das einmal zu sehn mit der ganzen Sicherheit. Und dadurch war auch der Gedanke wo wir letztendlich spielen nicht ganz aus unseren Köpfen draußen, auch wenn es echte Hammergigs waren.
Jede einzelne Minute die wir dort erlebt haben, die war schon echt unbeschreiblich.
messwell.DE : Ihr habt am Anfang erwähnt eine Rundfahrt gemacht zu haben. Auf Grund der Sicherheitsauflagen, Bestimmungen und Maßnahmen, wie verlief diese Fahrt und wo seit Ihr überhaupt zum Besichtigen hingekommen?
Lisa (R.A): Wir sind eigentlich einmal quer durch den Kosovo gefahren. Klar, es waren egal wo wir hingekommen sind, immer 2 Soldaten dabei. Besucht haben wir unter Anderem ein Kloster. Und was echt lustig war, die Fahrt direkt war echt witzig mit den ganzen Schlamm –und Schlaglöchern. Was wir allerdings dann auf dieser Rundreise durch die Dörfer alles gesehen haben, war alles andere als lustig. Es waren echt viele Dörfer die verbombt waren, die ganzen Gräber, Gedenkstätten wo man eben auch alles gesehen hatte war schon alles andere als schön.
Harry (R.A): Dann ging plötzlich mal eine Bombe hoch, während wir auf dieser Rundreise waren. Also wir haben nicht wirklich was mitbekommen, haben es erzählt bekommen. Aber schlimm genug…….
Kevin (R.A) ……….. oder es kam auf einmal ein Hammer geflogen. Mafia ohne Ende.
Paul (R.A) Echt war Mafia in den Dörfern wo man hinschaute.
messwell.DE : Also wäre ein Alleingang gar nicht möglich gewesen ?
Paul (R.A) : Auf gar keine Fall . Nein !! Und eben weil es echt so hammerhart ist mit den ganzen Sicherheitsmaßnahmen, die Bilder die wir gemacht haben sind direkt aus Potsdam. Dort wurden diese Bilder, die messwell.DE auch bekommt, von der Regierung genehmigt worden. Einfach so mal eben Bilder machen, dass läuft eben echt nicht. Und vor allem schon gleich gar nicht veröffentlichen.
Egal wie heftig das Ganze doch war mit den ganzen Auflagen, wir würden es jeder Zeit wieder tun. Das habe ich auch gleich an die zuständige Stelle weitergeben. Und es wurde auch sofort aufgenommen und sind eingeladen worden in Afghanistan zu spielen aber ich glaube das ist uns dann doch etwas zu heftig.
**Bandmitglied Knuggel kam hinzu und wurde gleich gefragt wie er den Aufenthalt im Kosovo fand**
Knuggel (R.A) : Der Aufenthalt im Kosovo wird mir auch sehr im Gedächtnis bleiben , aber nicht nur der Aufenthalt an sich , sondern auch der Flug dorthin. Wir mussten zwischenlanden, also offiziell war es eine Zwischenlandung auf irgendeiner Airbase.
Kevin (R.A): Der Grund für diesen Zwischenstopp war die Gefahr dass, das Benzin klumpig wurde , weil es zu kalt war. Und bevor es zu Motorschäden und solchen Scherzen gekommen wäre mussten wir zwischenlanden.
Paul (R.A): So saßen wir eine vollen Tag in Italien fest.
Und als wir dann endlich im Kosovo ankamen, wir waren fix und alle, kamen in die „Oase“ – so hieß dort die Empfangshalle und wurden begrüßt mit einem supergenialen kühlem Bier. Das tat in dem Moment echt gut.
messwell.DE : Wie lange durftet ihr mit den Soldaten rocken ? :
Der Zeitplan an sich war echt sehr streng, da wir aber echt für Megastimmung gesorgt hatten, kam dann eben immer die Verlängerung. Am ersten Abend war es noch schlimmer als am 2 Gigs. Irgendwann kamen wir mit unserem Programm auch nicht mehr zurecht, es kam immer wieder die Frage auf, was wir noch spielen könnten oder was wir schon gespielt haben. Echt der Hammer.
Am ersten Abend kam dann noch hinzu das es mit der Technik nicht so hinhaute wie es sein sollte aber dann wie gesagt am 2. Gig im Camp „Airfield“ lief alles viel relaxter ab , keine Störung und solche Dinge.
messwell.DE : Wie war die Reaktion von Publikumsseite her nach den Shows ?
Paul (R.A): Angefangen von Autogrammstunden bis hin zur Nachfrage von CDs. T-Shirts von uns fanden richtig gut Absatz. Es wurde uns förmlich Alles aus den Händen gerissen.
Ein echter Erfolg , ein absolutes Highlight.
Harry (R.A.) : Dort wird man als Musiker , als Künstler auch echt gewürdigt. Ganz tolle Sache. Man hatte es auch echt gemerkt, dass es auch für die Soldaten ein absolutes Highlight war, weil sie eben nicht so viele Möglichkeiten haben.
Und wir würden solche Großprojekte glaube ich jeder Zeit wieder tun.
messwell.DE : Wenn wir es gerade von Großprojekten sprechen , was habt ihr für 2008 geplant ?
Paul (R.A) : Durch das jetzt im Kosovo hat es uns das Ausland schon angetan. Mich persönlich würde Japan reizen. Das klingt sehr weit weg, ist es aber gar nicht. Also Ausland generell. Und hier in Deutschland wollen wir – das haben wir uns zum Ziel gemacht- mehr in die Festivalschiene zu gehen und auch in die Clubs wollen wir vordringen.
Wir wollen keine Band sein die man gleich wieder vergisst, sondern eher eine Band, die einem im Kopf bleibt, die einem sofort mit dem Wort Radio oder Attack wieder einfällt. Das ist eins unserer Ziele. Wir sind eben auch eine Band die sehr gerne in Clubs spielt.
Klar wir spielen auch mal Privatveranstaltungen und solche Dinge …….
Lisa (R.A) ….. wir spielen einfach das was Spaß macht und von was wir eben auch überzeugt sind. Und das muss man in unserem Job auch.
messwell.DE : Also bleibt ihr Eurem Motto „Charts gnadenlos verrockt- Radio Attack“ treu?
Paul (R.A) : Ja , aber absolut. Wir sind ja ständig am Basteln und am Überlegen was wir machen können. Wir sind eine Band, die zu Allem was in die Charts kommt sagt, es fehlt die E-Gitarre. Und genau die bringen wir mit ein und dann wird eben gerockt.
Wir sind ständig am Überlegen, welche Songs nehmen wir mit auf ins Programm, welche Kultsongs sollen es sein. Denn die vergessen wir natürlich auch nicht. Es gibt Songs die sind einfach Kult und die sollten nicht vergessen werden. Und die neuen Songs wie gesagt, werden gnadenlos verrockt.
messwell.DE : Dann wünschen wir Euch von messwell.DE ein erfolgreiches neues Jahr und danke für das Interview.
Bilder der Band , einfach hier auf BILDER ANSEHEN klicken .
Viel Spaß...........